Aus der Reihe tanzen

Links, zwo drei vier. Wer inspiriert ist,
kann nicht mehr im Gleichschritt gehen.
Wer seinen eigenen Rhythmus gefunden hat,
kann vieles bewegen.

 
 


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Brötchen aus der Rückenfabrik


Bildquelle: Getty Images © George Doyle

Zum Tag der älteren Menschen: Wie Anglizismen die Kommunikation zu älteren Menschen stören

Wussten Sie, dass zahlreiche Deutsche jeden Morgen ihre Brötchen in der Rückenfabrik kaufen? So lautet die korrekte Übersetzung für die Back Factory. In der Alltagssprache wimmelt es nur so vor Anglizismen und eingedeutschten Wörtern. Für viele ist es ein Problem, vor allem Älteren wird dabei einiges zugemutet. Anlässlich des Tags der älteren Menschen am 1. Oktober möchten wir den Rentner Erwin eine Weile begleiten, um das zu zeigen. Er und seine Frau sprechen kein Englisch.

Erwin und Ehefrau Roswitha wollen sich eine All-Inclusive-Reise gönnen, last minute versteht sich. Zunächst haben sie gegoogelt und Flyer angesehen, dann über ein Reisecenter gebucht. Die Unterlagen gingen als Attachement an Erwins E-Mail-Account. Bevor sie starten, wollen sie ihre Tochter und die Enkel, zwei Teenager, besuchen. Früher haben sie auf die Kinder aufgepasst, nun erledigen das eine Nanny und ein Au-Pair-Mädchen. Erwins Tochter arbeitet als erfolgreicher Senior Consultant bei einem Designerlabel.

Erwin telefoniert und simst viel mit den dreien. Schließlich hat er ein Handy mit einer All-Net-Flatrate. Das nutzt er auch gerne für Downloads aus dem Internet. Vor allem lädt er Musik aus einer Zeit herunter, in der er noch ein echter Womanizer war und die Cover nicht voller nackter Frauen. Mit den Enkeln plant er als erstes einen Brunch im City Center Café, dort gibt es „all you can eat“ und die leckersten Donuts der Stadt. Danach wird geshoppt, schließlich ist gerade Sale. Roswitha kauft eine Anti-Aging-Lotion. Abends schauen sie gemeinsam „Germany‘s next Topmodel“ und trinken einen Cocktail. Manchmal fühlt sich Erwin von den vielen Begriffen überflutet, die Mädchen nennen es overloaded. Erwin hofft, es ist kein Burnout.

Ist es Ihnen aufgefallen? Diese fiktive Geschichte strotzt nur so von Anglizismen. Das sind Wörter, die ursprünglich aus dem Englischen stammen. Anlässlich des „Internationalen Tags der älteren Menschen“ beschäftigen wir uns mit diesen Worten, die einigen in unserer Gesellschaft ganz leicht von den Lippen gehen. Anderen nicht: Sie haben kein Englisch gelernt und kennen Anglizismen nur aus der Umgangssprache.

Anglizismen stören die Kommunikation

Vor allem Senioren verstehen viele Begriffe nicht. Aber auch Nicht-Muttersprachler oder Menschen, die nicht gut lesen oder schreiben können. Insgesamt sind alle Menschen davon betroffen, die in ihrer Schullaufbahn kein Englisch gelernt haben oder es nur wenig verstehen. Laut einer Studie empfinden 39 Prozent der Deutschen Anglizismen sogar als störend. Das Institut für angewandte PR fördert die barrierefreie Kommunikation im Alltag. Mit dem Projekt „Leichte Sprache für alle“ unterstützt das Institut eine barrierefreie Sprache, die möglichst jeder gut versteht.

Leichte Sprache: Für alle ein Gewinn!

Nutzen Unternehmen Anglizismen, erschwert dies die Kommunikation zu einer Reihe von Menschen. Einfache Wörter und kurze Sätze machen Botschaften leichter verständlich. Fremdwörter und Anglizismen sind für das Textverständnis häufig nicht wichtig. Oft ist es besser, sie ins Deutsche übersetzen. Oder eine kurze Übersetzung und Erklärung als Hilfestellung anzubieten. Dadurch empfinden Kunden eine größere Nähe zu Unternehmen. Mit leichter Sprache gewinnen Unternehmen und Menschen!