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Stichtag: Tag der deutschen Sprache

Mit diesem Logo wirbt das Institut für barrierefreie Unternehmens-Kommunikation.

Institut setzt sich für barrierefreie Sprache in der Öffentlichkeitsarbeit ein

Zum Tag der deutschen Sprache, der immer am zweiten Septembersamstag stattfindet, präsentiert das Institut für angewandte PR das Projekt „Leichte Sprache für alle!“ Damit macht sich das Institut für die barrierefreie Kommunikation von Unternehmen stark.

Sprache ist ein wichtiges Instrument der Öffentlichkeitsarbeit. Doch viele Unternehmen und Verbände erreichen die Menschen mit ihren Botschaften nicht. Denn ihre PR- und Marketingtexte sind überfrachtet. „Begeisterung für das eigene Angebot verleitet dazu, blumige und lange Texte zu verfassen. Die wichtigen Aussagen gehen darin schnell unter. Und somit an den Zielgruppen vorbei“, erläutert Instituts-Leiterin Dr. Karin Uphoff.

„Eine besondere Herausforderung für Texter stellen komplizierte Produkte und Dienstleistungen dar.
Zum Beispiel bei Banken und Versicherungen. Der Kunde wird dort zugreifen, wo man ihm das Produkt gut erklärt und gleichzeitig schmackhaft macht.“ Deshalb ist sie überzeugt: „Leichte Sprache ist das perfekte Instrument für Öffentlichkeitsarbeit. Denn das Ziel ist, dass die Botschaft ankommt – möglichst bei jedem.“

Doch was bedeutet Leichte Sprache eigentlich? Ursprünglich wurde Leichte Sprache für Menschen mit Lernschwierigkeiten entwickelt. Dann zeigte sich: Auch viele andere Zielgruppen profitieren von den klar strukturierten Informations-Häppchen und einfachen Erklärungen. Zum Beispiel Senioren, Nicht-Muttersprachler oder Menschen, die nicht gut lesen und schreiben können. Und schließlich wurde klar, dass Leichte Sprache für alle ein Lese-Genuss ist. Ob Gesetzestexte, technische Anleitungen, Gebrauchs-Anweisungen oder auch Unternehmens-Präsentationen: „Wenn Texte leicht zu verstehen sind, lesen wir alle sie viel lieber“, so Dr. Uphoff.


Leichte Sprache ist nicht leicht


Um „Leichte Sprache für alle!“  transparent und professionell einsetzen zu können, hat das Institut eigene Regeln für Sprache und Layout entwickelt. Die Regeln sind speziell auf die tägliche PR-Arbeit zugeschnitten.

„Doch wer denkt, dass sich Leichte Sprache wie von selbst schreibt, liegt falsch“, weiß Dr. Uphoff aus eigener Erfahrung. „Meine Kolleginnen und ich merken immer wieder, wie fordernd es ist, Texte pointiert und trotzdem attraktiv zu schreiben. Wir stellen uns beim Schreibprozess noch intensiver als früher die Frage: WAS wollen wir dem Kunden sagen? Welche Informationen sind unnötig? Wecken wir bei aller Leichtigkeit auch die Begeisterung für ein Produkt?“

Zudem schafft das Institut ein Forum für Diskussionen und Anregungen. Denn mit der Idee, Leichte Sprache bewusst für PR zu nutzen, betritt das Institut Neuland. „Genau das ist der Reiz an unserem Projekt“, findet Dr. Uphoff.

Für Unternehmen habe „Leichte Sprache für alle“ großes Potenzial: „Die Kunden fühlen sich ernstgenommen. Und auch das Image wächst: Wenn zum Beispiel ein Medizin-Unternehmen extra Produktfolder in Leichter Sprache anbietet, bringt das positive PR. Das Unternehmen zeigt damit: Uns ist es wichtig, dass unsere Kunden uns verstehen! Denn gerade wenn es um die Gesundheit der Patienten geht, darf keine Information verloren gehen.“

Es gibt also viel zu tun in der barrierefreien Öffentlichkeitsarbeit. Das Institut für angewandte PR hat den Anfang gemacht.

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